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Einige News (3/5) Teil 1: Virtual Datacenter/Network


oles@ovh.net
01.12.08, 08:58
Guten Tag,

die News 2/5 war noch zu lang, deshalb werden wir nun die News 3/5 in 2 Teile aufsplitten.

In dieser News werden wir unser Konzept des "Virtual Datacenter" und "Virtual Network" vorstellen, das wir bereits einigen unserer (grossen) Kunden anbieten. Es wird nun Zeit, dies für alle Kunden anzubieten.

Dedizierte Server:

- Wir müssen noch 3 Seiten auf der Webseite des HG 2009 fertigstellen, mit Erklärungen zur PUE und der von unseren Servern verbrauchten Leistung, um die Vorteile der Server bei OVH und unserer Datacenter besser zu erklären. Das Ziel ist es, 2 grundlegende Ideen zu vermitteln:
- Der gleiche Servertyp (gleiche CPU, gleiches RAM, gleiche Festplatte...) wird bei OVH weniger Energie verbrauchen: OVH verwendet nämlich Dank der Wasserkühlung und dem Ökosaal keine Lüfter mehr, um die Server zu kühlen. Und die Lüfter in einem Server verbrauchen etwa 10% der vom Server benötigten Leistung (!!)
- Das Datacenter wird weniger Energie als ein beliebiges traditionelles oder sogar ein spezialisiertes Datacenter verbrauchen. Der Faktor liegt dabei zwischen dem einfachen und dem doppelten (und bis zum dreifachen) Wert. Die Lösungen für dedizierte Server bei OVH gehen also sehr viel sparsamer mit Energie um als die, die man sonst auf dem Markt findet. Wir gehen nicht so weit zu sagen "Tun Sie etwas für die Natur, indem Sie einen Server bei OVH mieten", aber wir möchten auf einige der von uns bereits seit 4 bis 5 Jahren gemachten Fortschritte hinweisen.

- Die HG 2009 Angebote werden nächste Woche in allen unseren Filialen verfügbar sein. Wir müssen zuerst die französische Version fertigstellen. Die Server können aber bereits direkt über den Support bestellt werden.

- Mit der Einführung der HG 2009 Angebote fangen einige grosse französische Firmen an, unsere HG 2009 Lösungen zu testen. Dies passt für uns 100%ig zum Geist dieses Angebots: das Ziel ist es, dass die Firmen sich von allen Problemen in Zusammenhang mit Datacenter, Server und Bandbreite befreien können und uns diese Arbeit übertragen, da es sich bei den von uns angebotenen Dienstleistungen und Preisen eigentlich nicht mehr lohnt, dies alles selbst zu machen.

- Wir werden die SP/EG/MG/HG Server verstärken, und zwar mit: KVM (2 Wochen), Firewall (3 Wochen), privatem VLAN (2 Wochen) und Loadbalancing IP (1 Woche).

- Mit der baldigen Ankunft von VmWare ESXi und dessen Modulen (3 Wochen) wird der HG 2009 Server das gleiche "Feeling" wie ein in der eigenen Firma stehender Server bieten. Das Ziel ist es, bei den HG 2009 Servern eine noch grössere Abstraktionsschicht zu bieten, und den Firmen die Softwarewerkzeuge anzubieten, mit denen sie von der täglichen Arbeit her vertraut sind. Mit diesen neuen Dienstleistungen werden wir dann "das Datacenter virtualisieren", und mit Chtix werden wir "das Netzwerk virtualisieren". Das bedeutet dass der Kunde dann:
- HG Server mit ESXi mieten und diese dann über die VMWare Module verwalten kann (Abstraktion des Servers/OS und des Datacenters, der Klimaanlagen, der Energie).
- Alle Server in einem privaten Netzwerk bei OVH zusammenfassen kann (Abstraktion des lokalen Netzwerks, der Switchs und der Kabel).
- Die Sicherheit seines Hostings verbessern kann, indem Server in mehreren Datacentern und verschiedenen Racks verwendet werden, und bei Bedarf eine Firewall hinzufügen kann (wobei weiterhin die Abstraktion des Datacenters, des Servers und des lokalen Netzes bestehen bleibt).
- Dieses kleine Netz von HG Servern, das er bei OVH hat, mit seinem eigenen Netzwerk, das er mit seinen eigenen Routern verwaltet (sein AS, seine IPs, seine Firewall), interkonnektieren, und zwar per VPN und Multipoint (wir sind in mehr als 20 Datacentern in Europa präsent, davon allein 6 in Paris. Und wir verwenden eine doppelte Verbindung zum Beispiel von London und Paris aus, siehe auch das Schema unseres Netzwerks unter http://weathermap.ovh.net/europe - Sie können die Details jeder Haupstadt in dem Menü links anzeigen lassen).
Der Kunde kann so also die komplette Hardwareinfrastruktur abstrahieren, und zwar bis zur Schicht der Virtualisierungssoftware, die er bereits kennt und mit der er jeden Tag arbeitet.

Dies stellt auch eine Vereinfachung beim Bereitstellen eines neuen Servers dar. Anstatt:
- Die Bestellung bei einem Serverfabrikanten aufzugeben (und eventuell die finanzielle Situation der Firma offenlegen zu müssen, um einen Kredit zu bekommen),
- Den Server zu erhalten (mehrere Tage später),
- Einen Platz in einem Rack für diesen zu finden (mit ausreichender Strom- und Kühlleistung),
- Den Server mit dem internen Netzwerk zu verbinden (und dafür eventuell einen neuen Switch kaufen zu müssen),
- Den Server mit dem gewünschten OS zu konfigurieren (Lizenzen kaufen, die Installationen anstossen, Absichern),
- Und den Server dann in Zukunft verwalten, also zum Beispiel im Pannenfall (einige Hardwarehersteller bieten sehr teure Verträge an, um ein Austauschteil innerhalb von 4 Stunden nach der Meldung des Defekts zu erhalten).
fügt der Kunde seinem Netzwerk einen neuen Server innerhalb von einer Stunde nach Zahlungseingang hinzu. Dies ist ganz einfach, und OVH übernimmt dann die Behebung der Panne und die Reparatur des Servers innerhalb von 30 Minuten, da sich unsere Teams ja bereits vor Ort befinden und wir alle benötigten Ersatzteile vorrätig haben. Die Verwaltung eines Serverpools für Firmen wird so sehr einfach, flexibel mit mehr Dienstleistungen, und sehr preisbewusst möglich, und das ohne Einbussen bei der Qualität.

Da das Netzwerk der HG Server mit einem eigenen internen Netz konnektiert ist, sind alle Server des Kunden (seine eigenen Maschinen bei sich und die Server, die er bei OVH hat) im gleichen Netzwerk, und zwar mit seinen eigenen IPs. Mit den Modulen von VMWare kann er die virtuellen Maschinen mit einigen Klicks auf unsere Server umziehen, Backups durchführen, oder einige Ressourcen nur bei OVH nutzen (zum Beispiel die verfügbare Rechenleistung), und andere intern bei sich.

OVH wird die Infrastruktur dann sogar an seine derzeitigen "Konkurrenten" vermieten können, die dann die Server unter ihrer eigenen Marke und mit eigenen IP-Adressen und Dienstleistungen weiterverkaufen können. Sie können dann alles über das API total transparent für den Endkunden verwalten, und dieser wird nicht wissen wo sich seine Server genau befinden bzw. in welchem Datacenter, und trotzdem von allen Dienstleistungen, die wir unseren Kunden anbieten, profitieren können, und zwar ohne zusätzliche Investitionen, und ohne bei einem technischen Problem selbst Hand an den Server legen zu müssen. Wir kümmern uns um alles.

Mit freundlichen Grüssen

Octave