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Geschichte des RPS


Peter
21.12.07, 09:15
Geschichte des RPS (Das Ende...)

Hallo,

in meiner gestrigen E-Mail habe ich euch noch nicht alles zum RPS gesagt... aber Heute erzähle ich euch den ganzen Rest.

Im September/Oktober haben wir begonnen über den RPS zu sprechen und versucht, euch das Konzept des "realen" und das was wir vorbereiten näher zu bringen. Ich denke dass meine letzten E-Mails zur Geschichte des RPS 95% der Fragen die Ihr euch gestellt habt beantwortet haben. Aber dieser Autausch über den RPS im September hat es uns erlaubt den Horizont der Überlegungen zum RPS zu erweitern. In der Tat haben uns einige Kunden berichtet dass Sie Interesse an einem flexiblen Angebot wie S3 hätten. Seitdem haben wir uns das S3 Konzept genau angeschaut, und wir verstehen immer noch nicht den Vorteil eines Angebots dessen Rechnung sich jeden Monat im Verhältnis zu dem was genutzt wird ändert. Die Stärke unserer Angebote ist dass es sich dabei um "All-Inklusive" Lösungen zu einem extrem konkurrenzfähigen Preis handelt. Dieses Konzept erlaubt es Ihnen, immer im Voraus zu wissen wie viel Sie zahlen, und da OVH nicht Ihre Bankdaten hat entscheiden Sie und nur Sie wann und wieviel Sie zahlen. Deshalb sind unsere Angebote immer alles inklusive, einfach zu verstehen, aber vor allem auch für 12 Monate planbar was das Budget angeht. Man weiss im Voraus wieviel das Hosting dieses Jahr kosten wird.

Andererseits sind wir auch in anderen Ländern als Frankreich präsent und wir stellen fest, dass die Mentalitäten nicht überall in Europa gleich sind. Wir sehen zum Beispiel dass der polnische Markt (noch) keine Komplettangebote mag. Die polnische Kunden bestellen lieber einzeln, MB für MB Speicherplatz, (E-Mail-)Account für Account, auch wenn sie dann am Ende mehr als für das Komplettangebot zahlen. Das ist seltsam, aber es ändert sich auch gerade und wir schätzen dass die Situation innerhalb von 2 bis 3 Jahren mit der in Frankreich vergleichbar sein wird. In Deutschland ist das Konzept des Alles Inklusive beim Shared Hosting schon sehr verbreitet, aber noch nicht so sehr im Bereich dedizierte Server. Man kann sagen dass das sehr gut ankommt.

Um zum RPS zurückzukehren, es bleibt uns nur noch die Aufgabe die Rechnungsregeln festzusetzen. Wir haben da bereits ein wenig davon erzählt. Wir haben uns zwei Konzepte überlegt die wir mit euch abstimmen möchten. Eure Reaktionen sind willkommen und erlauben es uns, das endgültige Angebot abzustimmen.

Konzept 1: Die Pauschale

Bei diesem Konzept erhalten Sie für eine Pauschale einen gewissen Plattenspeicherplatz. Der Betrag pro Monat ändert sich nicht. Sie zahlen Monat für Monat oder für 12 Monate. Der OVH Standard also.

Der RPS 1, mit einem Intel Celeron Prozessor, 512 MB RAM, 100 Mbit/s Netzwerk, 1 Fail-Over IP, 30 GB iSCSI/NFS Festplattenplatz für 9.99 Euro ohne Mehrwertsteuer pro Monat.
Der RPS 1, mit einem Intel Celeron Prozessor, 512 MB RAM, 100 Mbit/s Netzwerk, 1 Fail-Over IP, 100 GB iSCSI/NFS Festplattenplatz für 39.99 Euro ohne Mehrwertsteuer pro Monat.
Der RPS 1, mit einem Intel Celeron Prozessor, 512 MB RAM, 100 Mbit/s Netzwerk, 1 Fail-Over IP, 500 GB iSCSI/NFS Festplattenplatz für 99.99 Euro ohne Mehrwertsteuer pro Monat.
Der RPS 1, mit einem Intel Celeron Prozessor, 512 MB RAM, 100 Mbit/s Netzwerk, 1 Fail-Over IP, 1 TB iSCSI/NFS Festplattenplatz für 199.99 Euro ohne Mehrwertsteuer pro Monat.

Konzept 2: Die Flexibilität

Bei diesem Konzept haben Sie einen Basis RPS mit 1 TB Speicherplatz und Sie bezahlen den über 10 GB hinaus verwendeten Speicherplatz. Wenn Sie während des Monats zu einem bestimmten Zeitpunkt 23 GB verwendet haben, dann berechnen wir ihnen 13 GB Speicherplatz zusätzlich zu Ihrem RPS. Sie können auch einen Betrag angeben, den Sie pro Monat nicht überschreiten wollen. Wenn Sie dies tun dann hat Ihre iSCSI Festplatte weniger als 1 TB Speicherplatz, aber erlaubt es Ihnen, unterhalb des Betrags den Sie nicht überschreiten möchten zu bleiben.

Der RPS 1 mit einem Intel Celeron Prozessor, 512 MB RAM, 100 Mbit/s Netzwerk, 1 Fail-Over IP, 10 GB iSCSI/NFS Festplattenplatz für 9.99 Euro ohne Mehrwertsteuer pro Monat.

Preis pro GB Speicherplatz (jenseits von 10 GB): 0,20 € pro Monat ohne MwSt
Preis pro GB in/out Traffic: 0.00 € pro Monat ohne MwSt
Preis für die Nutzung der iSCSI Festplatte: 0.00 € pro Monat ohne MwSt

Beispiel eines Kunden:
Ich habe einen RPS ohne Rechnungslimit. Meine Festplatte hat also eine Kapazität von 1 TB. Im Laufe des Monats habe ich maximal 67 GB Plattenplatz verwendet. Am Ende des Monats hat OVH mir berechnet: 9,99 € ohne Mehrwertsteuer (für den RPS) und 11,40 € ohne Mehrwertsteuer (für 57 GB jenseits der 10 GB verwendeten Festplattenplatz). Im nächsten Monat habe ich 23 GB verwendet, OVH hat mir 9,99 € ohne Mehrwertsteuer + 2,60 € ohne Mehrwertsteuer berechnet. Im darauffolgenden Monat habe ich dann an Weihnachten ein Backup aller Rechner im Büro erstellt und darum im Dezember 693 GB Speicherplatz auf meinem RPS verwendet. OVH hat mir 9,99 € ohne Mehrwertsteuer + 136 € ohne Mehrwertsteuer berechnet.

Beispiel eines anderen Kunden:
Ich habe einen RPS mit einer Beschränkung der Rechnung die ich pro Monat auf 25 € ohne Mehrwertsteuer gesetzt habe. OVH hat mir einen RPS 1 mit 75 GB Speicherplatz anstatt 1 TB bereitgestellt (25 Euro - 9.99 Euro = 15 Euro Budget für Speicherplatz / 0.20 Euro = 75 GB Festplattenplatz maximal). Ich habe im ersten Monat 9 GB Speicherplatz verwendet, OVH hat mir 9,99 € ohne Mehrwertsteuer berechnet. Ich bleibe dann auch immer unter 10 GB. Der Preis meines RPS pro Monat ist dann 9,99 € ohne Mehrwertsteuer.

Bevorzugt Ihr das Konzept 1 oder Konzept 2? Warum?

Danke im Voraus für euer Feedback (per E-Mail - in englisch oder französisch - an oles@ovh.net, auf unserem Forum oder den Mailinglisten)!

Mit freundlichen Grüssen

Octave

Peter
20.12.07, 11:22
Geschichte des RPS (Und weiter...)

Hallo,

in meiner gestrigen E-Mail habe ich euch noch nicht alles zum RPS gesagt...

Häh? Es gibt noch etwas hinzuzufügen? Er hat erklärt was ein RPS ist, wie er funktioniert, was er kostet, was eingebaut wird. Alles ist gesagt oder?

Nein, nicht alles. Wir müssen euch noch eine extrem wichtige Sache erklären. Nämlich: wie schafft OVH es, eine solche Dienstleistung zu einem so interessanten Preis anzubieten? Ist das überhaupt tragfähig? Ist das ein länger verfügbares Angebot? Machen die einfach Irgendwas? Und warum erzählen die uns so viel? Warum haben die keine Angst die verwendete Technologie zu enthüllen? Die werden doch sofort kopiert!! Oh mein Gott .. Aahhh!

Beruhigen wir uns erst einmal ... wir haben die Situation im Griff. Die schnelle Erklärung in einem Satz: OVH ist ökologisch.

Hier die lange Erklärung dazu:
OVH verwendet seit über 4 Jahren ökologische Techniken im industriellen Massstab. In der Tat verfügen wir seit 2003/2004 über Technologien, mit denen wir grosse Einsparungen (im Bereich von 30%!!) beim elektrischen Verbrauch unserer Einrichtungen, genauer gesagt unserer Datacenter, erzielen können.

Eine Fangfrage: "Wieviel elektrische Leistung ist notwendig, um einen Server zu betreiben der 60 W Leistungsaufnahme hat?" Die Antwort: in einem traditionellen Datacenter zwischen 100 und 120 W, und in einem Datacenter von OVH 70 bis 80 W!? Wie denn das?

Man benötigt natürlich 60 W um den Server zu versorgen. Im Betrieb gibt dieser Wärme ab. Etwa 80 bis 90% dieser 60 W werden in Hitze umgesetzt, also etwa 50 W. Diese 50 W Wärme müssen abgeleitet werden.

In einem traditionellen Datacenter haben Sie eine Klimaanlage um diese Wärme abzuleiten. Um 50 bis 60 W Wärme abzuleiten muss die Klimaanlage laufen, die ungefähr 40 bis 60 W dafür benötigt. So kommt man auf die 100 bis 120 W. Ungefähr das Doppelte. Die Kosten der Energie, die Stunde um Stunde und Monat für Monat anfallen, sind also verdoppelt!!!

In einem Datacenter von OVH haben wir vor 4 Jahren ein System zur Flüssigkeitskühlung eingerichtet. Anstatt die Wärme über die Luft abzuleiten und dafür die Klimaanalagen laufen zu lassen nehmen wir sie über flüssigkeitsgekühlten Kreislauf auf. Diese warme Flüssigkeit ist, wenn sie das Rack und das Datacenter verlässt, einfach und billig zu kühlen. Wir benötigen ungefähr 10 bis 20 W um 50 bis 60 W zu kühlen, also 4 Mal weniger als in einem traditionellen Datacenter.

Das ist schön. Applaus. Und weiter? Rechnen wir es durch: um einen RPS in einem traditionellen Datacenter zu betreiben muss man ungefähr für 3 Euro im Monat Energie einplanen (Leistung des Servers + Klimaanlage), in unserem Datacenter jedoch unter 1 € pro Monat. Kann also jemand in einem traditionellen Datacenter anbieten?

Meine Schlussfolgerung: Ökologisch sein bedeutet sparen. OVH ist da ein Beispiel. Kein Gesetz zwingt uns dazu es zu tun. Es ist einfach gesunder wirtschaftlicher Menschenverstand. Wir sind nicht ökologisch um Öko zu sein. Wir tun es weil es rentabel ist.

Warum spricht OVH dann nicht mehr davon? Das ist doch super! Wir haben es vor 4 Jahren gemacht und die Reaktionen unserer Kunden haben uns motiviert ... niemals wieder davon zu sprechen. Sind sie heute eher bereit alle unsere Geschichten zu hören? Ihr müsst es mir sagen...

Man kann ökologisch sein und auf das grüne Logo verweisen, weil Intel oder AMD ja CPUs anbieten die weniger verbrauchen. Mann kann auch ökologisch sein indem man CPUs in einem Ökodatacenter anbietet. Eigentlich egal. Ich glaube dass es an der Zeit ist, sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Aspekte dabei zu berücksichtigen. Anders gesagt, etwas ist nicht unbedingt schlechter nur weil es grün ist. Im Gegenteil, jeder gewinnt dabei... ein RPS für 9,99 € ohne Mehrwertsteuer ist ein Beweis dafür, oder?

Mit freundlichen Grüssen

Octave

PS: , der hofft, dass er diesmal durch die (Wieder-)Ankündigung der Flüssigkeitskühlung weniger Kunden als vor 4 Jahren verlieren wird... aber immer noch nicht bereit ist, Ankündigungen zu allen anderen entwickelten Technologien bei OVH zu machen...

Peter
19.12.07, 16:08
Geschichte des RPS (es geht weiter)

Hallo,

in meiner gestrigen E-Mail habe ich euch noch nicht alles zum RPS gesagt...

Natürlich! Wir haben ja noch nicht über die Preise gesprochen. Auch wenn wir mehrere RPS Reihen anbieten werden (mehrere CPU/RAM Kombinationen); warum sollten wir uns nicht schonmal über den Preis des RPS 1 unterhalten?

Also, dieser RPS 1, was ist das nun, technisch gesprochen?

Zu allererst eine echte CPU. Einige von euch haben schon das Produkt entdeckt, das wir bei Intel angefragt hatten. Es handelt sich dabei um eine Mainboardserie mit integriertem Prozessor, niedrigem Stromverbrauch und integrierter Netzwerkkarte, deren Abmessungen es gestatten 2 Boards nebeneinander in weniger als 1 HU (4,5 cm) unterzubringen. Das macht ungefähr 100 RPS pro Rack. Das Produkt ist seit 2 bis 3 Monaten bei Intel verfügbar, und wir verwenden es bereits seit 2 Monaten für die 2008er Reihe unserer Isgenug Server. Die Leistung der CPU entspricht den alten Celeron 2.0GHz/2.6GHz. Also schon etwas, das für einen privaten Server ausreicht.
Um mehr zu erfahren:
http://www.intel.com/products/mother...1GLY/index.htm
http://www.intel.com/products/mother...GLY2/index.htm
Zusammenfassung: Wir befinden uns in der Tat im "Realen" (und nicht im "Virtuellen"): eine echte und im Vergleich zu dem was man sonst für Private Server findet auch relativ leistungsfähige CPU.

Ausserdem echtes RAM. Wir haben beschlossen 512 MB DDR2 RAM auf den Mainboards zu verbauen. Das ist echter Arbeitsspeicher der auf Ihrem RPS 1 verfügbar ist. Es ist weder garantiertes noch dynamisches RAM, es ist IHR RAM. Schlussfolgerung: wir bleiben immer noch im Realen.

Beim Traffic verfügen Sie über eine Netzwerkanbindung mit 100 Mbit/s. Es gibt keine Beschränkungen des Traffic, wie bei allen unseren Angeboten für dedizierte Server. Schlussfolgerung: man kann eigentlich nichts realeres als "No Limit" beim Traffic anbieten...

Der Festplattenplatz würde bei ungefähr 30 GB anfangen, mit der Möglichkeit der Erweiterung bis auf 100 GB oder 1 TB. Oder vielleicht doch gleich 100 GB oder mehr und dann erweiterbar auf 1 TB? Warum nicht gleich 1 TB? Aber ein RPS mit 1 TB würde von den Kunden wohl eher nicht als privater Server wargenommen (wer bietet heute schon 1 TB Festplattenplatz an?). Kunden die sich eventuell für einen RPS mit 30 GB interessieren könnten würden vielleicht einen RPS mit 1 TB nicht nehmen da er Ihnen vollkommen überdimensioniert erscheint. Deshalb können wir das RPS Angebot nicht mit 1 TB Festplattenplatz starten. Wir müssen das langsamer angehen. Aber wie?

Wir hatten also die Idee, unseren Kunden den RPS zu einem festen Preis für 30 GB Festplattenplatz anzubieten, mit der Möglichkeit diesen kostenlos bis auf den vom Kunden benötigten Speicherplatz zu erhöhen. Und dann den Kunden die Möglichkeit zu geben, so viel zu zahlen wie sie möchten, für das was sie mehr nutzen. Einfach gesagt, der Kunde zahlt 9,99 € pro Monat (ohne Mehrwertsteuer, diese kommt dann noch dazu) für einen RPS 1 mit 30 GB und wir geben ihm die Möglichkeit, mehr Speicherplatz zu nehmen, für den er soviel zahlt wie er möchte. Oder anders gesagt, er zahlt OVH ein Trinkgeld für das Plus das er erhalten hat; er legt also den Betrag fest den er OVH zahlen möchte. Innovativ? Ein bisschen zu viel, oder? ...

Wir haben noch nicht endgültig über alle diese Punkte entschieden. Wir sind nun bei der 6. Mail mit der wir das RPS Angebot vorstellen. Ich weiss noch nicht ob wir überhaupt alle technologischen Innovationen ausreichend würdigen können um dann auch noch über Innovationen bei der Abrechnung zu sprechen. Der Kunde könnte den Überblick verlieren oder sogar richtig Angst vor einem solchen Angebot bekommen. Wie können wir ihn beruhigen? Wie kann man ihm sagen "Ihr iSCSI läuft sehr schnell, auch mit 1 TB Daten". Aber gut, wir denken weiter über diese Fragen nach.

Mit freundlichen Grüssen

Octave

Peter
19.12.07, 16:08
Geschichte des RPS (Teil 5)

Hallo,

in meiner gestrigen E-Mail habe ich euch noch nicht alles zum RPS gesagt...

Nun da wir die reale Seite des RPS (Echte CPU, echtes RAM) und die Evolutionsmöglichkeiten (der Kunde ändert die Leistung seines RPS in 3 Minuten) betrachtet haben, sehen wir uns nun den "zweiten Effekt" des RPS an.

RPS funktioniert mit einer Festplatte im Netzwerk (mit einem SAN), die per iSCSI erreichbar ist. Auf diese Festplatte kann auch per NFS (Network File System) zugegriffen werden. Was ist der Unterschied zwischen iSCSI und NFS?

Im Fall von iSCSI handelt es sich um eine echte Festplatte, die partitioniert und formatiert werden muss. Im Fall von NFS gibt es nichts zu formatieren oder zu partitionieren: die Daten sind gespeichert und können direkt verwendet werden. Der Vorteil von iSCSI ist, dass Sie Ihre Festplatte partitionieren können wie Sie möchten, und sie mit dem Filesystem Ihrer Wahl formatieren und darum das System Ihrer Wahl installieren können. Unter NFS werden wir ausschliesslich Linux anbieten.

Wenn Sie die Grösse Ihrer Festplatte erhöhen möchten ist das von unserer Seite aus in 3 Minuten gemacht: wir erhöhen Ihr Quota und das wars. Unter NFS wird die Grösse automatisch erhöht, Sie müssen selbst nichts tun. Bei iSCSI ist danach Ihre Festplatte grösser. Sie können dann also eine neue Partition erstellen und diese formatieren, oder die Grösse der bestehenden Partition erhöhen. Das ist schon etwas heikler zu verwalten. Man muss dies direkt im Betrieb oder über den Rescue Modus tun.

Unter NFS nutzen Sie das Filesystem des SAN und können so zum Beispiel Snapshots verwenden (Erstellen eines Images Ihrer Festplatte zum Zeitpunkt T). Sie können so viele Snapshots erstellen wie Sie möchten und so oft Sie möchten (im Rahmen Ihres verfügbaren Speicherplatzes). Bei iSCSI können Sie das Filesystem auswählen. Sie können ext3, reiserfs, afs, nfts, fat95... verwenden. Und somit haben Sie alle Funktionen Ihres Filesystems zur Verfügung.

Mit NFS und Snapshots können Sie ein Image Ihres Servers erstellen und dieses Image auf den Speicherplatz eines anderen RPS kopieren. Und diesen anderen RPS mit dem Diskimage Ihres Haupt-RPS starten.
So können Sie ganz einfach Systemimages klonen und deren Einrichtung extrem beschleunigen. Wenn Sie zum Beispiel 23 RPS vorzubereiten haben, dann müssen Sie nicht einen nachdem anderen 23 RPS Server vorbereiten, sondern nur den ersten. Und dann kopieren Sie das Image des ersten RPS auf die Festplatten von RPS 2, 3, 4 ... 23 und starten dann die RPS 2, 3, 4 ... 23 von diesem Image. Alles ist dann betriebsbereit. Noch nicht richtig überzeugt?

Okay. Mit diesem Imagesystem können Sie anderen RPS Kunden bei OVH ein Linux Image zur Verfügung stellen, das Sie auf ganz bestimmte Anforderungen hin optimiert haben. Diese Images können Sie entweder kostenlos anbieten oder aber auch sich von den OVH Kunden bezahlen lassen, die an einer sehr spezifischen Linux-Distribution, die OVH nicht anbietet, interessiert sind. Immer noch nicht überzeugt?

Wenn Sie viel spielen und Sie mit anderen Spielern eine Spieledistribution mit bestimmten Maps teilen wollen, oder eine Spieleplattform mit mehreren Dutzend oder Hunderten RPS Servern mit mehreren spezifischen Linux-Images (Art des Spiels, Maps, Anzahl der Spieler...) betreiben möchten, dann wird diese Verwaltung über ein klassisches System schnell extrem aufwendig. Mit RPS geht das alles spielerisch leicht. Immer noch nicht überzeugt?

Und wenn wir Ihnen ausserdem die AMD Hardware Ihrer Träume anbieten? Denn unsere echte CPU im RPS kann sowohl ein Intel als auch ein AMD Prozessor egal welchen Typs sein! Sie denken dass für Ihre Bedürfnisse ein AMD Athlon 64 FX besser geeignet ist als ein Quad-Core Intel Xeon 5300? 3 Klicks, 3 Minuten und Sie haben ihn.

Mit freundlichen Grüssen

Octave

Peter
19.12.07, 16:07
Geschichte des RPS (Teil 4)

Hallo,

in meiner gestrigen E-Mail habe ich euch noch nicht alles zum RPS gesagt...

Bis jetzt habe ich euch ein wenig erzählt was ein RPS ist, mit einer Erklärung zur echten CPU, zum echten RAM und der iSCSI Festplatte. Nun gehen wir zu den ernsthafteren Dingen über, damit Ihr die "Power" des RPS entdecken könnt.

Nehmen wir das Beispiel eines Kunden der einen RPS nimmt. Nach Eingang der Zahlung für den Bestellschein ist der Server innerhalb weniger Minuten ausgeliefert. Er installiert seine Webseite und alles funktioniert. Bis hier nichts schockierendes.

4 Monate später wird die Webseite plötzlich ungemein populär. Besser: es ist der absolute Wahnsinn. Zahllose Besucher pro Tag, die Leute treten sich gewissermassen auf die Füsse um diese tolle Webseite sehen zu können. Der RPS ist jedoch zu 100% seiner Kapazität ausgelastet. Obwohl der Kunde über eine eigene CPU verfügt und diese zu 100% ausgelastet ist, genügt dies nicht mehr, um mit dem Wachstum der Seite Schritt zu halten. Was tun?

Der RPS bietet Ihnen die Lösung dafür innerhalb von 3 Minuten: Sie begeben sich in den Manager, geben an dass Sie einen RPS mit einer grösseren CPU und mehr RAM wollen und bestätigen die Auswahl. Der Manager startet Ihren RPS neu und 2 Minuten später ist Ihr RPS wieder einsatzbereit. Sie werden es wahrscheinlich zwei Mal überprüfen bevor Sie es glauben: Sie verfügen in der Tat über eine grössere CPU und mehr RAM.

Erklärungen. Auf der einen Seite haben Sie die Daten Ihres RPS auf einem SAN auf einer iSCSI Festplatte, um es einfach zu sagen auf dem Netzwerk. Und auf der anderen Seite haben Sie die Hardware, einen echten Prozessor mit echtem RAM, um es einfach zu sagen ein mit dem Netzwerk verbundenes Mainboard.

Um Ihnen einen RPS zu liefern sagen wir dem System:
Starte die Hardware n°659 mit der iSCSI Festplatte n°241 und lass die Fail-Over IP n°415 auf die Hardware n°659 verweisen
Und um die Leistung Ihres RPS zu erhöhen sagen wir:
Starte die Hardware n°1218 mit der iSCSI Festplatte n°241 und lass die Fail-Over IP n°415 auf die Hardware n°1218 verweisen

Die Hardware n°659 und die Hardware n°1218 sind nicht gleich. Die eine verfügt über die CPU 1, die andere über die CPU 2. Die CPU 2 ist leistungsfähiger als die CPU 1.
Die iSCSI Festplatte n°241 ist Ihre Festplatte, auf der sich Ihr System (Linux, Windows, FreeBSD, ...) und Ihre Webseiten befinden. Sie können Ihre Festplatte mit beliebiger Hardware Ihrer Wahl betreiben.
Die Fail-Over IP n°415 ist Ihre IP-Adresse, diese bleibt Ihnen in unserem Netzwerk zugewiesen egal welche Hardware Sie verwenden.

Sie müssen nichts konfigurieren. Sie müssen nicht reinstallieren. Sie müssen nichts verwalten. 3 Klicks, 3 Minuten und es funktioniert. Die Einfachheit, die man von einem privaten Server erwartet, und die mit einem RPS möglich ist.

Mit freundlichen Grüssen

Octave

Peter
19.12.07, 16:06
Geschichte des RPS (Teil 3)

Hallo,

in meiner gestrigen E-Mail habe ich euch noch nicht alles zum RPS gesagt...

Wir haben den Unterschied zwischen einem RPS und einem VPS betrachtet. Die Unterschiede zwischen real und virtuell sind für niemanden mehr ein Geheimnis. Wirklich? Und was ist mit der Festplatte?

Im Falle eines Private Servers (Real oder Virtuell) ist die Festplatte virtuell. Das bedeutet, dass keine SATA, SCSI oder SAS Festplatte direkt mit dem Server verbunden ist. Der Server nutzt einen Speicherbereich übers Netzwerk.

Im Fall eines VPS verwaltet die Maschine, die die Virtualisierung jedes VPS Servers verwaltet, ausserdem noch lokal die Festplatten. Der VPS Server greift über eine Emulation der Festplatte auf einem Filesystem der Maschine auf seinen Speicherplatz, der sich auf der gleichen Maschine befindet, zu. Die Speicherung erfolgt lokal. Also, vereinfacht gesagt nimmt man einen dedizierten Server vom Typ HG (8 Cores, 12 GB RAM, 750 GB im RAID 1), lässt 64 Fail-Over IPs auf den HG Server verweisen und startet 64 VPS Server mit jeweils 10 GB Speicherplatz. Ende des Mysteriums.

Im Fall eines RPS erfolgt die Speicherung über ein SAN (Storage Area Network). SAN? Es handelt sich dabei um ein Speicherrack mit hoher Leistung, komplett redundant und über das iSCSI Protokoll erreichbar. Im Gegensatz zur Lösung beim VPS verhält sich iSCSI wie eine echte Festplatte: Sie können partitionieren wie Sie möchten, mit dem Filesystem Ihrer Wahl formatieren (ext3, reiserfs, xfs, afs, ntfs, fat32, ...) und deshalb können Sie das System Ihrer Wahl installieren (Linux, Mac, Windows, Freebsd, Atari, ...).
Kurz gesagt: die totale Freiheit. iSCSI ist ein in grossen Firmen verwendetes Protokoll, dort wo Terabyte an Daten anfallen, wo ein ausfallsicherer Betrieb und Leistung gefordert sind. Es ist also eine bis jetzt finanzstärkeren Unternehmen wie zum Beispiel Banken oder Versicherungen vorbehaltene Spitzentechnologie (achtung, es ist nicht so dass Sie jetzt weil Sie iSCSI verwenden automatisch finanzstark werden, zumindest garantiere ich da nichts, aber man weiss ja nie...). Insgesamt ist iSCSI ziemlich genial. Wenn Sie zum Beispiel möchten dass Ihr RPS der Safe Ihrer Firma oder Familie wird (mit den Top Secret Dokumenten), dann können Sie die Partition Ihrer Wahl verschlüsseln und niemand kann danach mehr die Daten auf dieser Partition ohne Ihr Passwort lesen. Ausserdem ist iSCSI ungefähr 5 Mal schneller als NFS. Nun gut, iSCSI ist ja auch keine echte Festplatte wie in einem dedizierten Server. Es ist die Speicherlösung des RPS. Wir werden auch NFS mit einigen netten Funktionen anbieten können (wie zum Beispiel Snapshots: ich möchte meinen RPS updaten, ich erstelle einen Snapshot, ich mache das Update des RPS, Mist ich habe alles kaputt gemacht, ich mache einen Rollback zum Snapshot von vor einer Stunde und finde meinen RPS danach wieder im Zustand von vor einer Stunde wieder, wie jemand der viel Geld in ein SAN investiert hat... hehe ... Uff es funktioniert).

Mit freundlichen Grüssen

Octave

Peter
19.12.07, 16:05
Geschichte des RPS (Fortsetzung)

Hallo,

in meiner gestrigen E-Mail habe ich euch noch nicht alles zum RPS gesagt...

Die Idee des RPS enstammt auch einer Diskussion, die wir eines Tages zum Spass unter uns gestartet haben. Wir sprachen über unsere dedizierten Server, die Bedürfnisse der Kunden, über VPS, Preise, CPU-Leistung, RAM Austattung, Stromverbrauch.... Nun ja, man kann das Gespräch in einem Satz zusammenfassen: "Ja, OVH hat den weltweit ersten dedizierten Server für weniger als 25 Euro inkl. MwSt pro Monat angeboten, aber sind wir in der Lage einen noch günstigeren dedizierten Server anzubieten?" Dann wurde die Frage gestellt: "Wie können wir einen dedizierten Server noch günstiger machen?"

Schliesslich sind wir dann auf die technische Lösung unseres RPS gekommen (auch wenn wir damals noch nicht wussten dass er mal RPS heissen würde), und uns ist aufgefallen dass dieses Angebot eher dem was man am Markt unter der Bezeichnung "Private Server" findet entspricht als einem "Dedizierten Server". In der Tat, auch wenn der RPS seine eigene CPU, eigenes RAM und eine eigene Netzwerkkarte hat, verfügt er nicht über eine physikalisch mit dem RPS verbundene Festplatte. Die Speicherung erfolgt durch ein SAN mit hoher Performance, komplett verteilt und in redundanten Speicherracks. Auf der anderen Seite ist unser RPS aber auch kein VPS (Virtual Private Server). In einem RPS hat der Kunde seine eigene CPU für sich und kann die komplette Rechenleistung alleine nutzen, wie bei einem dedizierten Server. In einem VPS hat der Kunde einen Teil der CPU der Maschine auf der die Virtualisierung läuft zur Verfügung und weiss deshalb nie genau über wieviel Leistunger effektiv verfügt. Hat er diese Leistung immer zur Verfügung oder wird seine Webseite von 17 bis 19 Uhr langsamer laufen (weil der Hoster zu viele parallele VPS auf eine Maschine laufen hat)? Genauso ist es beim Arbeitsspeicher: in einem RPS hat der Kunde das RAM für sich, er weiss wieviel RAM er hat und kann es wenn er will immer zu 100% auslasten. In einem VPS spricht man von garantiertem und dynamischem (!?) RAM, aber wieviel kann man als Kunde effektiv verwenden, und ist es überhaupt ein echtes RAM Modul mit entsprechenden Zugriffszeiten oder nur ein auf der Festplatte gemounteter zehnmal langsamerer SWAP Speicher? Wenn man über Netzwerktraffic spricht wird es noch einleuchtender. Der RPS verfügt über eine 100 Mbit/s Netzwerkkarte; bei einem VPS spricht man immer noch von GB pro Monat. Der RPS ähnelt darum mehr einem dedizierten Server als einem VPS. Ja aber... ja aber er hat keine Festplatte eingebaut wie ein dedizierter Server. Seine Festplatte ist virtuell, gesichert und remote und darum ist es kein klassicher dedizierter Server. Das ist endgültig: ein RPS ist kein dedizierter Server.

Wir haben darum beschlossen unser Angebot als "Private Server" und nicht als dedizierten Server zu bezeichnen. Es ist aber immer noch besser als ein "Virtual Private Server", oder nicht? Daher der Name RPS (Real Private Server), der angibt dass zwar ein privater Server ist, aber kein virtueller. Nicht virtuell? Real? Ganz genau. Der Name "Real Private Server" steht dafür dass der Kunde über seine eigene CPU, sein eigenes RAM und seine eigene Netzwerkkarte verfügt. Und deshalb ist die Quality of Service (QoS) bei einem RPS im Gegensatz zu einem VPS gegeben.

Mit freundlichen Grüssen

Octave

Peter
17.12.07, 12:32
Geschichte des RPS

Hallo,

unsere Tests kommen voran und wir werden bald den RPS (Real Private Server) anbieten können. Bis es soweit ist hier einmal einen kleinen Einblick wie wir diesen entwickelt haben.

Die Geschichte des RPS beginnt im September 2006, vor mehr als einem Jahr. Da OVH ein (sehr) guter Kunde von Intel ist wurden wir eingeladen, die Nummer 2 von Intel Sean Maloney bei seinem halbtätigen Besuch in Paris zu treffen. Ein komplett durchgeplantes Treffen mit einem sehr sehr strikten Zeitplan. 45 Minuten Diskussionen und Austausch ohne Tabus mit dem Executive Vice-President von Intel, und nicht eine Sekunde mehr. Während des Gesprächs sprechen wir über unsere Erfahrungen, davon was OVH machen will und was Intel anbieten will. Dann reden wir über ein Projekt, ein Hostingkonzept das genau umgekehrt zu allen anderen im Moment am Markt existierenden funktionieren soll. Der RPS. Wir fassen unsere Bedürfnisse zusammen: wir möchten einen privaten Server anbieten für den man eine Quality of Service sicherstellen kann. Virtualisierung ist nämlich eine gute Sache, aber es ist schwer eine Quality of Service über eine Virtualisierung zu garantieren. Einen dedizierten Server in X private Server aufteilen ist eine Bastellösung, und so etwas wollte OVH nie anbieten. Wenn jedoch Intel ein schlüsselfertiges Produkt, das wenig Energie und Platz verbraucht und günstig ist, anbieten könnte, dann glaubt OVH dass es einen grossen Markt für dieses Produkt gibt. Wir schütteln uns die Hand und lassen Sean Maloney mit seinen durchgeplanten Treffen weitermachen.

Die Zeit vergeht. OVH arbeitet an Speicherlösungen für das Shared Hosting. Mit Technologien die es erlauben, dynamisch und darum mit sehr interessanter Performance Plattenplatz auf den verteilten Plattformen zu allozieren. Wir testen alles was an Open Source oder auch kommerziellen Lösungen verfügbar ist. Unsere Testräume füllen sich mit Festplatten mehr oder weniger bekannter Marken, mit Servern, mit Storageeinheiten. Alles wird getestet und wir haben dabei so manche als stabil angebotene Lösung gecrasht. Dann fällt die Entscheidung: wir richten eine Testplattform ein die 250 TB Daten speichern kann (nur um anzufangen und die Tests richtig zu validieren). Diese Plattform befindet sich immer noch in der Testphase.

Und dann kündigt uns eines Tages Intel eine nette Überraschung an: das Produkt das wir beschrieben haben und gerne hätten wird von Intel nun angeboten. Wir sind die ersten in Frankreich die es testen. Unglaublich! Exakt das was wir uns gewünscht hatten. Wir bestellen sofort 4000 Stück, die wir derzeit in unserem Rechenzentrum in Roubaix aufbauen. Insgesamt haben wir für den Start des Angebots 4000 zur Auslieferung bereitstehende RPS vorgesehen.

Die RPS Lösung befindet sich noch im Alpha Test, wir sind jedoch guter Hoffnung die Beta noch vor Ende des Jahres rausbringen zu können. Es bleibt noch viel Arbeit zu tun. Dank der 4000 RPS sind wir dabei die Speicherplattform einem Stresstest zu unterziehen, um zu sehen ob diese Ihre Versprechen hält oder noch etwas korrigiert werden muss... und wir sehen Licht am Ende des Tunnels.

Mit freundlichen Grüssen

Octave