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Citrix XenServer 6.2 OpenSource vs. ProxmoxVE 3 (KVM)


eddi96
05.08.13, 13:07
Hallo strex,

danke für Deinen Beitrag. Was spricht gegen die Nutzung von Software-RAID (RAID1)? In meinem Alter von 17 Jahren sind die Serverkosten in Höhe von 150 Euro mitsamt IP-Blöcken schon extrem grenzwertig, wo noch ein HW-RAID reinpassen soll, weiß ich nicht wirklich... Gibt es mit XenServer und SW-RAID etwa Probleme oder Performance-Einbußen?

Viele Grüsse

strex
05.08.13, 12:47
XenServer ist nach meiner Betrachtung, um einiges Stabiler und aktuell die Beste kostenlose Virtualisierungslösung. War davor aber auch kostenpflichtig und teuer. Durch die Freigabe der Enterprise Funktionen als Open Source Variante ist XenServer aktuell die bessere Wahl. Perfomance technisch ist XenServer (mit Xen Treiber) etwas schneller, dank Typ 1 Virtualisierung wird sich aber hier nicht wirklich bemerkbar machen. Treiber gibt es wie bei KVM auch bei Xen um etwa die native Devices anzusprechen (Virtio) das sollte auch in diesem Fall gemacht werden. Hierzu werden ja aber nur zusätzlich Kernel Module geladen, du kannst also auch eigene Kernel nutzen ohne XEN support. Das wird ermöglicht durch Vollvirtualisierung.

Teste doch einfach mal den XenServer, viel falsch machen kannst du da nicht. In dieser Konfiguration rate ich aber zu HW Raid oder OVHs NAS Space.

eddi96
05.08.13, 11:57
Hallo zusammen,

im Zuge eines Serverwechsels spiele ich derzeit mit dem Gedanken, ggf. die eingesetzte Virtualisierungslösung zu wechseln.
Da ich nur eher schwammige Ansichten im Netz finde, frage ich stumpf mal hier nach, was Eure Erfahrungen und Meinungen sind.

Meine momentane Umgebung sieht so aus, dass fünf VMs per KVM mit Proxmox im produktiven Einsatz sind. Zwei davon derzeit noch mit Plesk, welches jedoch diese Woche verschwinden wird, da ich nicht länger auf dieses mit Bugs zugeballerte Interface angewiesen bin. Eine VM läuft mit Windows Server 2008 R2, auf welche regelmäßig per Remotedesktop zugegriffen wird, um arbeiten zu können. Ansonsten sind die üblichen Dienste wie Mail, Datenbank, etc. auf jeweils eine eigene VM verbannt; die Kommunikation untereinander erfolgt per TCP/IP über ein Host-Only intern angelegtes Netzwerk sowie über NFS-Shares für den Dateiaustausch.

Meine Frage ist nun: welche Vorteile bietet mir Citrix XenServer gegenüber PVE hinsichtlich der Performance auf einem 6-Kerner Xeon E5 sowie der Sicherheit? Habe ich mit Citrix XenServer die Möglichkeit, die oben beschriebene Konfiguration vollständig ohne Einschränkungen auszuführen? Ist das kompilieren und verwenden von eigenen, gepatchten Kerneln (insbesondere grsecurity ist wichtig) unter XEN ebensogut wie unter KVM möglich? Wie schaut es mit Windows Server aus: schneller, langsamer, stabiler, instabiler? Ist zusätzliche Software für den Betrieb der Gastsysteme notwendig (bspw. etwas wie die Parallels Tools bei VM-Gästen auf Parallels Desktop)?

Was mir schon negativ aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass das XenCenter nur für Windows verfügbar ist, was mich als MacOS X Nutzer für jede Aktion am Server-Host zum Start meiner Windows-VM zwingt, was ich aber in Kauf nehmen würde, sofern andere Vorteile überwiegen.

Ich danke Euch für Antworten, Meinungen und Erfahrungen, ggf. auch Vorschläge für Alternativen zu PVE, falls es nennenswerte gibt. Das Ding ist, dass ich kein großer Fan von Webinterfaces zur Verwaltung bin und lieber selbst verwalte, jedoch so, dass es einiger Maßen komfortabel ist (YaST bspw. scheint angenehm zu sein, leider hab ich bislang keine Möglichkeit gehabt, es ausgiebig zu testen). OpenVZ nutze ich des Weiteren ebenfalls nicht, da mir die Möglichkeit für eigene Kernel fehlt.

Viele Grüße,