We are in the process of migrating this forum. A new space will be available soon. We are sorry for the inconvenience.

Unterschied zwischen Cloud-Angeboten und "normalen" Servern


Stefan
03.12.12, 02:42
Bei unserer Private Cloud kannst du unzählige Benachrichtigungen erstellen -> wenn Wert X an CPU- , RAM etc auslastung erreicht sind, bekommst du eine Email.

Dann fügst du einfach noch einen weiteren Host hinzu und dank VMware DRS werden alle Host nach deinen Vorgaben ausbalanciert(VMs auf deine Host verteilt), damit kein Host am Limit läuft und ein anderer kaum Last hat.

Stefan

mick
02.12.12, 22:30
Ah okay - jetzt verstehe ich das Ganze schon besser. Office 365 und die Cloudspeicherdienste kenne ich inzwischen. Bei welchen Diensten macht es denn noch Sinn diese in die Cloud zu verlagern? Gibt es automatische Erkenngssysteme, falls ein Server unter der Last zusammenbrechen zu droht, dass dann weitere Server (über virtuelle Maschinen) dazugeschaltet werden?

Stefan
30.11.12, 16:00
Und wo genau liegt das "Veto" ?

Das System SaaS, PaaS und IaaS habe ich nur zur Verdeutlichung der Unterschiede gewählt. (auch wenn nicht direkt danach gefragt wurde)

Punkt in der Public Cloud(PaaS):
Habe doch extra geschrieben, keine eigene Hardware und mehrere Kunden auf den Hostsystemen ?

Stefan

spoi
30.11.12, 10:34
Stefan, erlaube mir bitte ein Veto.

zunächst einmal ist SaaS, IaaS, PaaS unabhängig von der Lokalisierung der Cloud (Private oder Public), die mick eigentlich erklärt bekommen haben wollte.

SaaS, IaaS, PaaS bezeichnet nur die Architektur, die einem die CLoud zur Verfügung stellt. Hierbei hat Stefan schon SaaS und IaaS ganz richtig erklärt. PaaS leider eigentlich nicht.

- SaaS: Du bekommst eine fertige Software, sofort nutzbar, kannst dich direkt einloggen und meist beliebig viele Benutzer erhalten, musst dich nicht um Updates kümmern. Beispiele: Office365, salesforce, OVH Exchange ...

- IaaS: Du bekommst keine fertige Software, aber eine Laufzeitumgebung und sehr fortschrittliche APIs zum entwickeln von deiner eigenen Software. Deine Software wird dann ausgeführt und du musst dich nicht darum kümmern die Software zu skalieren. Du brauchst nicht überlegen, wie groß der Server sein muss, oder wie viele es sein müssen. Dies erledigt automatisch und dynamisch die Cloud. Außerdem wird die Infrastrucktur (Datenbankserver, Anwendungsserver, Webserver,...) automatisch von Anbieter für diech gewartet und geupdated. Daher passt in diese Kategorie die Private Cloud von OVH eigentlich nicht rein. Maximal würde ich den angebotenen Webspace gelten lassen. Aber eigentlich sind das so Dienste wie: Google App Engine oder force.com

- PaaS: Du bekommst eine Plattform -> leeren vServer zum betreiben deiner Dienste. Du musst dich um alles selber kümmern. Datenbankserver (kann teilweise von richtigen CLoud Anbietern mit bezogen werden), Webserver, Applikationsserver, Updates und Patches! Wenn du merkst, dass du mehr Leistung brauchst kannst du weitere VMs nachbestellen, musst aber dann selber schauen, wie du deine Anwendung auf die VMs verteilen und skalieren kannst. Das sind dann so Dienste wie: Amazon ECC, ..., OVH Private Cloud, OVH Prublic Cloud.


Nur mit dem Unterschied, dass bei der OVH Prublic Cloud deine VM mit VMs anderer Kunden auf einer Hardware liegt. Du vermutlich nur einen eingeschränkten VMWare Zugang hast, um andere Kunden nicht gefährden zu können. Wenn du eine weitere VM brauchst wird diese irgendwo, wo Platz ist gestartet.
Bei der OVH Private Cloud mietest du zunächst die Hardware selbst und kannst dann darauf VMs starten. Wenn du eine weitere VM brauchst kannst du auf "deiner" Hardware weitere VMs starten, wenn da noch Kapazität ist, ansonsten musst du zunächst weitere Hardware ordern. Das bestellen und Abbestellen von Hardware geht scheinbar in wenigen Minuten.

Stefan
30.11.12, 03:55
Vom Prinzip kann man sich stundenlang über solch allgemeine Themen unterhalten, je nachdem wie tief es geht.

Hier mal eine kleine Struktur dazu:
SaaS -> Software as a Service sind Dropbox, Exchange und andere solcher Dienste...hier bekommst du direkt den Login und kannst den Dienst/Service nutzen. (sehr eingeschränkt)

PaaS -> Platform as a Service -> unsere Public Cloud zum Beispiel, hier kannst du viele VMs starten, abschalten etc..keine eigene Hardware. (mehrere Kunden befinden sich auf den Hostsystemen...unsere Public Cloud wird auf unser eigenen Private Cloud betrieben. (ein paar mehr Optionen möglich aber noch nicht allen Freiheiten)

IaaS -> Infrastructure as a Service -> unsere Private Cloud -> dein eigenes virtuelles Datacenter -> hier hast du die meisten Möglichkeiten deine Infrastruktur zu verwalten.
Komplett eigene/redundante Hardware.
Im Zusammenspiel mit VMware und der Enterprise + Lizenz hast du allen Funktionen die du für hochverfügbare Systeme benötigst.

Beispiele:
Die komplette Hardware wird von uns überwacht und im Hintergrund ausgetauscht. (falls erforderlich)
Somit musst du dir keine Gedanken um die Hardware machen, dies ist der Service von OVH. Du kannst dich um deine Projekte kümmern.
Sollte ein Host ausfallen (sei es CPU, RAM etc beschädigt) werden dank VMware HA alle VMs automatisch auf einen anderen Host kopiert, auch wenn du gar nicht am Rechner bist, sondern am Strand in der Sonne.
Zusätzlich erhälst du von OVH innerhalb von 15min automatisch einen Ersatzhost und im Hintergrund prüfen/beheben wir den defekten Host.

Du hast gerade Werbung geschalten und merkst deine Systeme gehen Dank der hohen Besucherzahlen in die Knie -> kein Problem ein Klick und du hast innerhalb von 3min einen neuen Filer gebucht und kannst neue VMs erstellen. Nach 10 h ist der Ansturm vorbei -> kein Problem -> ein Klick und der Host ist gelöscht und es entstehen keine weiteren Kosten.

etc etc....dies sind nur mal so ein paar Dinge, um etwas Licht in die Sache zubringen...
Du darfst auch gern anrufen, dann kann man dies im Detail besprechen

Auch auf unser Seite findest du viele Informationen dazu.

Stefan

spoi
30.11.12, 02:46
Soweit ich weiß, sind diese ausdrücke ursprünglich wie folgt belegt:

- public cloud: Du nutzt die Ressource eines Anbieters. Sprich z.B. Amazon stellt in Ihr Rechenzentrum Server und du kannst dir darauf VMs mieten. Du hast die Hardware absolut gar nicht in der Hand.

Das stellt bei manchen Leuten die Nackenhaare auf. Grade für Geschäftskritische Daten. Aber irgendwie praktisch ist es in Unternehmen halt auch Server nach bedarf skalieren zu können und kurzzeitig nutzen zu können.

- private cloud: Cloud im eigenen Unternehmen. Unternehmen hat eine Serverfarm, auf der VMs laufen. Gibt es keine oder weniger Last z.B. Wochenenden / Nachts / Feiertagen können unter Umständen mehrere VMs gestoppt oder zusammen auf einer Hardware betrieben werden und es laufen weniger Server => weniger Stromverbrauch. Steigt die Last werden diese wieder gestartet.

Man kann auch ein gemischtes Konzept fahren. Sprich Cloud Innenhose und zu bestimmten Events kann man zusätzlich Ressourcen zumieten.

OVH nutzt den Begriff der private cloud einfach für die Produkte, wo du im Grunde einen root Server mietest und OVH für dich ESXi installiert und pflegt. Deine VMs teilen sich also "deine" Hardware oder anders gesagt, auf "deinen" Servern laufen im Unterschied zur public cloud keine VMs anderer Leute.
Teurer sind die vermutlich hauptsächlich wegen der SLA und dem SAN.

mick
29.11.12, 23:28
Hallo,
Cloud-Computing ist ja in aller Munde. Ich arbeite und verstehe auch das Prinzip von Cloud-Speicherdiensten wie Dropbox, OwnCloud und co. Ich verstehe auch den Unterschied zwischen dedizierten und virtuellen Servern - alles kein Problem.

Nur kapiere ich überhaupt nicht, was jetzt überhaupt Private und Public Clouds sind. Was ist daran anders als an den bekannten Cloud-Speicherdiensten wie Dropbox?

Zitat Private Cloud:
Erstellen Sie Ihre virtuellen Datacenter on demand und verwalten Sie Ihre privaten und dedizierten Ressourcen mit VMware vSphere.

=> Ich kann doch aber selbst auf einem dedizierten Rootserver eine Virtualisierungslösung wie ESXi installieren und mehrere virtuelle Betriebssysteme (z.B. Ubuntu, Debian und Windows auf einem physikalischen Server) betreiben. Warum ist die Cloud so schweineteuer? Wie binde ich solch eine Cloud ins ein lokales Windowssystem ein und was kann ich damit letztendlich alles machen?

Würde mich über eine Antwort sehr freuen!

Danke!!

EDIT: Und was genau hat es mit der minicloud aufsich?